Wer nach Kartoffeln Kalorien sucht, bekommt eine erfreuliche Antwort: Gekochte Kartoffeln liefern nur rund 72 Kilokalorien pro 100 Gramm, dazu etwa 15 Gramm Kohlenhydrate und kaum Fett. Damit gehören sie zu den energieärmeren Sättigungsbeilagen, und beim Thema Kartoffeln Kalorien zählt vor allem eines. Entscheidend ist die Zubereitung: Als Pommes, Bratkartoffeln oder Chips steigt der Energiegehalt um ein Vielfaches.
In diesem Überblick erfährst du, wie viel Kalorien Kartoffeln roh, gekocht und in zehn beliebten Zubereitungen haben, wie sie im Vergleich zu Reis und Nudeln abschneiden und welche Nährstoffe in der Knolle stecken. Außerdem bekommst du einfache Tipps, wie du Kartoffeln leicht und lecker zubereitest.
Kartoffeln Kalorien pro 100 g: die Grundwerte
Gekochte Kartoffeln haben laut der Nährwerttabelle der Apotheken Umschau rund 72 Kilokalorien pro 100 Gramm. Sie enthalten etwa 15 Gramm Kohlenhydrate, nur Spuren von Fett sowie rund 380 Milligramm Kalium und 15 Milligramm Vitamin C. Damit sind die Kartoffeln Kalorien pro 100 g gekocht deutlich niedriger als bei vielen anderen Beilagen.
Rohe Kartoffeln liegen je nach Sorte in einer ähnlichen Größenordnung von grob 70 bis 80 Kilokalorien pro 100 Gramm. Beim Kochen in Wasser verändert sich der Energiegehalt kaum. Wer Nährwerte einzelner Sorten und Zubereitungen genauer nachschlagen möchte, findet sie in Datenbanken wie der USDA FoodData Central.
Warum Kartoffeln so wenig Kalorien haben
Der Hauptgrund ist der hohe Wassergehalt. Kartoffeln bestehen zum größten Teil aus Wasser, dazu kommt Stärke als wichtigste Energiequelle. Fett enthalten sie praktisch keins. Da Fett pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie liefert wie Kohlenhydrate, bleibt die Energiedichte niedrig.
Das macht die Kartoffel zu einem Lebensmittel mit viel Volumen bei moderater Energie. Eine große Portion füllt den Teller und den Magen, ohne die Bilanz stark zu belasten.
Kartoffeln Kalorien pro Portion
Im Alltag isst niemand genau 100 Gramm. Eine typische Beilagenportion liegt bei etwa 200 bis 250 Gramm gekochten Kartoffeln. Das entspricht grob 140 bis 180 Kilokalorien. Eine mittelgroße Kartoffel wiegt etwa 100 bis 150 Gramm und liefert gekocht damit ungefähr 70 bis 110 Kilokalorien.
Festkochend, vorwiegend festkochend, mehligkochend
Im Supermarkt findest du Kartoffeln nach Kocheigenschaften sortiert. Festkochende Sorten behalten beim Garen ihre Form und eignen sich für Salzkartoffeln, Kartoffelsalat und Gratin. Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind Allrounder, etwa für Bratkartoffeln, Rösti oder Pommes. Mehligkochende Sorten zerfallen leichter und sind ideal für Püree, Suppen und Klöße.
Für die Kartoffeln Kalorien spielt die Kocheigenschaft kaum eine Rolle. Die Unterschiede zwischen den Sorten liegen vor allem im Stärkegehalt und in der Konsistenz. Wähle die Sorte also nach Rezept, nicht nach Energiegehalt.
Gekochte Kartoffeln Kalorien: Salz-, Pell- und Ofenkartoffeln
Gekochte Kartoffeln sind die leichteste Variante, wenn es um Kartoffeln Kalorien geht. Ob Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln: Die Kartoffeln Kalorien unterscheiden sich kaum, beide liegen bei etwa 70 bis 75 Kilokalorien pro 100 Gramm. Der Unterschied liegt eher bei den Nährstoffen.
- Salzkartoffeln: werden geschält und in Salzwasser gegart. Dabei gehen etwas mehr wasserlösliche Vitamine ins Kochwasser über.
- Pellkartoffeln: werden mit Schale gekocht und erst danach gepellt. Die Schale schützt Vitamine und Mineralstoffe beim Garen.
- Ofenkartoffeln ohne Fett: verlieren im Ofen Wasser. Dadurch steigt der Energiegehalt pro 100 Gramm leicht auf grob 90 bis 100 Kilokalorien, die Gesamtmenge pro Knolle bleibt aber gleich.
Wichtig ist, was du dazugibst. Ein Esslöffel Butter auf den Pellkartoffeln liefert grob 80 bis 100 Kilokalorien zusätzlich, ein Klecks Kräuterquark aus Magerquark deutlich weniger.

Kartoffeln Kalorien: 10 Zubereitungen im Vergleich
Wie stark die Zubereitung die Kartoffeln Kalorien beeinflusst, zeigt der direkte Vergleich. So siehst du auf einen Blick, welche Kartoffeln Kalorien sparen und welche eher zum Genussessen gehören. Die folgenden Werte pro 100 Gramm sind Richtwerte mit Spannbreite. Sie schwanken je nach Rezept, Fettmenge und Wassergehalt.
- Gekochte Kartoffeln (Salz- oder Pellkartoffeln): etwa 70–75 kcal
- Rohe Kartoffeln: etwa 70–80 kcal
- Ofenkartoffel ohne Fett: etwa 90–100 kcal
- Kartoffelpüree mit Milch und Butter: etwa 80–110 kcal
- Kartoffelsalat mit Essig-Öl-Dressing: etwa 90–130 kcal
- Kartoffelsalat mit Mayonnaise: etwa 150–220 kcal
- Bratkartoffeln: etwa 120–180 kcal
- Pommes aus dem Backofen: etwa 150–220 kcal
- Frittierte Pommes: etwa 250–320 kcal
- Kartoffelchips: etwa 500–550 kcal
Der Unterschied ist enorm: 100 Gramm Chips liefern mehr als die siebenfache Energie von 100 Gramm Pellkartoffeln. Der Grund ist fast immer das Fett, das beim Braten und Frittieren in die Kartoffel wandert, und der Wasserverlust, der die Energie konzentriert.
Pommes und Chips: Warum Frittieren so viel ausmacht
Beim Frittieren verdampft Wasser aus der Kartoffel, gleichzeitig nimmt sie Fett auf. Beides treibt die Energiedichte nach oben. Pommes aus dem Backofen oder der Heißluftfritteuse kommen mit deutlich weniger Fett aus und liegen daher spürbar darunter.
Chips sind besonders dünn geschnitten und fast vollständig entwässert. Deshalb erreichen sie eine Energiedichte, die eher an Nüsse oder Schokolade erinnert als an die ursprüngliche Knolle.
Püree und Kartoffelsalat: Es kommt aufs Rezept an
Beim Kartoffelpüree bestimmen Milch, Butter und Sahne die Bilanz. Mit fettarmer Milch und wenig Butter bleibt es leicht, mit Sahne und viel Butter wird es schnell gehaltvoll. Ähnlich ist es beim Kartoffelsalat: Die süddeutsche Variante mit Brühe, Essig und etwas Öl ist deutlich leichter als ein Salat mit viel Mayonnaise.

Kartoffeln, Reis oder Nudeln: Was hat mehr Kalorien?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Was hat mehr Kalorien, Reis oder Kartoffeln? Im gekochten Zustand schneiden Kartoffeln pro 100 Gramm besser ab. Hier ein grober Vergleich gekochter Beilagen pro 100 Gramm:
- Gekochte Kartoffeln: etwa 70–75 kcal
- Gekochter Reis: etwa 120–140 kcal
- Gekochte Nudeln: etwa 140–160 kcal
- Gekochter Bulgur oder Couscous: etwa 110–130 kcal
- Süßkartoffel gegart: etwa 80–95 kcal
Der Grund für den Unterschied ist erneut der Wassergehalt. Für die Bilanz zählt aber immer die Portion. Wer sich einen großen Teller Kartoffeln nimmt, kann am Ende mehr Energie aufnehmen als mit einer kleinen Portion Nudeln. Die Kartoffeln Kalorien sind also nur ein Baustein, die Menge ein anderer.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln und Reis die Vollkornvariante als beste Wahl – eine Ergänzung zur Kartoffel, kein Gegensatz.
Nährwerte: Mehr als nur Kalorien
Kartoffeln sind nicht nur energiearm, sondern auch nährstoffreich. Sie liefern Kohlenhydrate in Form von Stärke, dazu hochwertiges Eiweiß in kleinen Mengen, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe.
- Kalium: rund 380 mg pro 100 g gekochter Kartoffeln, wichtig für Muskeln, Nerven und Blutdruck.
- Vitamin C: rund 15 mg pro 100 g gekocht. Weil Kartoffeln oft und in größeren Mengen gegessen werden, tragen sie zur Versorgung bei.
- Ballaststoffe: besonders in und unter der Schale, gut für Verdauung und Sättigung.
- B-Vitamine und Magnesium: in kleineren Mengen ebenfalls enthalten.
Mehr über Lebensmittel, die mit Ballaststoffen lange satt machen, liest du in unserem Ratgeber zu ballaststoffreichen Lebensmitteln.
Kartoffeln und Blutzucker
Kartoffeln enthalten viel Stärke, die der Körper zu Glukose abbaut. Frisch gekochte, heiße Kartoffeln und Püree lassen den Blutzucker vergleichsweise schnell ansteigen. Das ist für gesunde Menschen kein Problem, sollte aber bei Diabetes in die Mahlzeitenplanung einfließen.
Kombinierst du Kartoffeln mit Gemüse, Eiweiß und etwas Fett, etwa mit Quark und Salat, verläuft der Anstieg flacher. Wer Diabetes hat, bespricht die passende Portion am besten mit der behandelnden Praxis oder einer Ernährungsfachkraft.
Resistente Stärke: Kartoffeln abkühlen lassen
Kühlen gekochte Kartoffeln ab, verändert sich ein Teil der Stärke. Es entsteht sogenannte resistente Stärke, die im Dünndarm kaum verdaut wird und sich ähnlich wie Ballaststoffe verhält. Für die Kartoffeln Kalorien ist der Effekt eher klein, für Darm und Sättigung kann er aber interessant sein.
Kartoffelsalat vom Vortag oder abgekühlte Pellkartoffeln in der Bowl sind daher eine gute Idee. Auch beim Aufwärmen bleibt ein Teil der resistenten Stärke erhalten.
Kartoffeln beim Abnehmen: leicht und sättigend
Kartoffeln hatten lange einen schlechten Ruf als Dickmacher, dabei sprechen die Kartoffeln Kalorien eine andere Sprache. Gekocht passen sie hervorragend in eine Ernährung zum Abnehmen, weil sie viel Volumen bei wenig Energie liefern und gut sättigen. Entscheidend sind Zubereitung und Kombination. Wie du ein passendes Defizit planst, erklärt unser Guide zum Kaloriendefizit.
Einfache Tipps für leichte Kartoffelgerichte
- Kochen statt frittieren: Pell-, Salz- oder Ofenkartoffeln sind die leichteste Wahl.
- Fett sparsam dosieren: Für Ofenkartoffeln oder Bratkartoffeln reicht oft ein Teelöffel Öl pro Portion, gut verteilt.
- Kräuterquark statt Butter: Magerquark mit Kräutern bringt Eiweiß und Geschmack bei wenig Energie.
- Mit Gemüse kombinieren: Eine Hälfte Gemüse auf dem Teller macht die Mahlzeit voluminöser.
- Eiweiß ergänzen: Ei, Fisch, Hülsenfrüchte oder Quark machen das Gericht länger sättigend.
- Vorkochen: Eine größere Menge Pellkartoffeln hält sich gekühlt einige Tage und spart Zeit unter der Woche.
Leichte Kartoffelgerichte für jeden Tag
Diese Ideen zeigen, dass Kartoffeln Kalorien sparen helfen können, wenn die Zubereitung stimmt:
- Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Gurkensalat als schnelles Abendessen.
- Ofenkartoffeln mit Rosmarin, wenig Olivenöl und Ofengemüse als Beilage oder Hauptgericht.
- Kartoffel-Gemüse-Suppe mit Lauch, Möhren und Sellerie, die gut sättigt und sich einfrieren lässt.
- Lauwarmer Kartoffelsalat mit Brühe, Essig, etwas Öl, Radieschen und Schnittlauch.
- Kartoffel-Bowl mit abgekühlten Pellkartoffeln, Kichererbsen, Spinat und Joghurtdressing.
Wie du Mahlzeiten für mehrere Tage clever vorbereitest, zeigt unser Ratgeber zum Meal Prep. Und wenn du ganz ohne Training abnehmen möchtest, findest du weitere Tipps in unserem Artikel Abnehmen ohne Sport.
Kartoffeln beim Imbiss und unterwegs
Unterwegs landen Kartoffeln meist als Pommes auf dem Teller, etwa beim Döner-Teller oder zur Currywurst. Hier lohnt es sich, die Kartoffeln Kalorien im Blick zu behalten: Eine große Portion frittierter Pommes kann allein schon mehrere Hundert Kilokalorien liefern. Wie sich das auf Imbissgerichte auswirkt, liest du in unserem Artikel zu Döner Kalorien.
Lagerung und Zubereitung: Worauf du achten solltest
Kartoffeln sollten kühl, dunkel und trocken lagern. Licht lässt sie grün werden, Wärme fördert das Keimen. Grüne Stellen und Keime enthalten Solanin, einen natürlichen Abwehrstoff der Pflanze.
Die Apotheken Umschau rät, grüne Stellen und Keime großzügig auszuschneiden und stark ergrünte Kartoffeln gegebenenfalls wegzuwerfen. Außerdem sollten Kartoffeln nur gekocht gegessen werden, nicht roh. Das Kochwasser solltest du nicht weiterverwenden.
Kartoffeln richtig garen und portionieren
Wer die Kartoffeln Kalorien im Griff behalten möchte, achtet neben der Zubereitung auch auf die Portionsgröße. Eine Küchenwaage hilft anfangs, ein Gefühl für 200 Gramm zu bekommen. Danach reicht meist der Blick auf den Teller: Kartoffeln nehmen etwa ein Viertel ein, Gemüse die Hälfte, eine Eiweißquelle den Rest.
Gare Kartoffeln möglichst schonend, etwa im Dampf oder mit wenig Wasser und Deckel. So bleiben mehr Vitamine erhalten. Schneide grüne Stellen vor dem Kochen großzügig weg.
Fazit: Kartoffeln Kalorien richtig einordnen
Die Kartoffeln Kalorien sind niedriger als ihr Ruf: Gekochte Kartoffeln liefern rund 72 Kilokalorien pro 100 Gramm, fast kein Fett und dafür Kalium, Vitamin C und Ballaststoffe. Damit sind sie eine sättigende, vielseitige Beilage, die auch beim Abnehmen gut auf den Teller passt.
Den größten Unterschied macht die Zubereitung. Pell-, Salz- und Ofenkartoffeln bleiben leicht, Püree und Kartoffelsalat hängen vom Rezept ab, Pommes und Chips liefern ein Vielfaches an Energie. Wer clever kombiniert und Fett sparsam einsetzt, kann Kartoffeln regelmäßig und ohne schlechtes Gewissen genießen.
Häufige Fragen zu Kartoffeln und Kalorien
Wie viel Kalorien haben 100 g gekochte Kartoffeln?
Gekochte Kartoffeln liefern rund 72 Kilokalorien pro 100 Gramm, wie Nährwerttabellen etwa der Apotheken Umschau zeigen. Je nach Sorte und Wassergehalt schwankt der Wert leicht, grob zwischen etwa 70 und 80 Kilokalorien. Dabei enthalten sie etwa 15 Gramm Kohlenhydrate und kaum Fett. Erst Butter, Öl, Sahne oder Frittierfett lassen die Energiemenge deutlich steigen.
Was hat mehr Kalorien: Reis oder Kartoffeln?
Pro 100 Gramm gekochtem Lebensmittel haben Kartoffeln weniger Kalorien als Reis. Gekochte Kartoffeln liegen bei rund 72 Kilokalorien, gekochter Reis als grober Richtwert bei etwa 120 bis 140 Kilokalorien. Der Grund ist der höhere Wassergehalt der Kartoffel. Für die Bilanz zählt aber die Portion: 300 Gramm Kartoffeln liefern mehr Energie als 150 Gramm Reis.
Machen Kartoffeln dick?
Nein, Kartoffeln machen nicht per se dick. Gekocht sind sie fettarm, sättigend und liefern Kalium, Vitamin C und Ballaststoffe. Ob du zunimmst, hängt von deiner gesamten Energiebilanz ab. Problematisch wird es eher bei frittierten oder fettreich zubereiteten Varianten wie Pommes, Chips oder Bratkartoffeln mit viel Öl, die deutlich mehr Energie liefern als Pell- oder Salzkartoffeln.
Haben Pellkartoffeln weniger Kalorien als Salzkartoffeln?
Der Unterschied ist gering. Pellkartoffeln werden mit Schale gekocht, Salzkartoffeln geschält und in Salzwasser. Der Energiegehalt pro 100 Gramm ist bei beiden ähnlich und liegt bei etwa 70 bis 75 Kilokalorien. Pellkartoffeln behalten beim Kochen tendenziell mehr wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe, weil die Schale sie schützt.
Sind Kartoffeln gut zum Abnehmen?
Gekochte Kartoffeln passen gut in eine Ernährung zum Abnehmen. Sie haben eine geringe Energiedichte, sättigen gut und lassen sich vielseitig kombinieren. Wichtig ist die Zubereitung: Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln ohne viel Fett oder Kartoffelsalat mit Essig und Öl sind leichter als Pommes oder Püree mit viel Butter. Kombiniere sie mit Gemüse und einer Eiweißquelle.
